wie beabsichtigt war, mit vier Schiffen von Kenchreä ab und kam
nach Chios. Am dritten Tage nach seiner Ankunft daselbst fuhren
fünf und zwanzig Attische Schiffe, von Leon und Diomedon
befehligt, nach Lesbos; Leon nämlich war später mit zehn Schiffen von
Athen zur Unterstützung nachgefahren. 1
See, nachdem er noch ein Schiff der Chier.mitgenommen, und segelte
gegen Lesbos, um dort wo möglich von Nutzen zu fein. Er kam nach
Pyrrha und von da am folgenden Tag nach Eresos. Hier erfuhr er,
daß Mytilene von den Athenern auf den ersten Anschrei genommen
worden sei. Die Athener nämlich waren mit vollen Segeln, wie sie
angefahren kamen, ganz unerwartet in den Hafen eingelaufen, hatten
sich der Schiffe der Chier bemächtigt^) und, nachdem sie an's Land
gegangen, die hier Widerstand Leistenden geschlagen> und damit die
Stadt gewonnen. Astyochos erfuhr dieß von den Eresiern und von
den Schiffen der Chier unter Eubulos, die, damals in Metbymne
zurückgelassen und nach der Einahme von Mytilene flüchtig, jetzt zu
ihm stießen, ihrer drei an der Zahl, — denn Eines war von den
Athenern genommen worden. Er setzte deßhalb die Fahrt nach
Mytilene nicht mehr fort, sondern, nachdem er die Erefier zum Abfall
bewogen und bewaffnet hatte, schickte er die Soldaten von seinen
Schisfen unter den Befehlen des Eteonikos zu Land an der Küste hin gegen
Antissa und Methymne. Er selbst fuhr mit seinen drei Schiffen und
den dreien der Chier der Küste entlang, in der Hoffnung, die
Methymnäer würden bei ihrem Anblick wieder Muth fassen und bei dem
Abfall von Athen beharren. Da ihm aber in Lesbos Alles gegen
Wunsch ging, so nahm er seine Soldaten wieder auf die Schiffe und
fuhr nach Chios zurück. Auch die Landtruppen von den Schiffen,
welche nach dem Hellespont hätten fahren sollen, gingen wieder
auseinander, ein Jeder in seine Stadt. Darauf stießen noch sechs von
den bundesgenössischen Schiffen der Peloponnesier aus Kenchreä. zu
denen bei Chios.
her, gingen dann wieder unter Segel und eroberten Polichna, das
Kastell der Klazomenier auf dem Festland. Die Bewohner desselben
versetzten sie wieder in die Stadt auf der Insel, ausgenommen die
Urheber des Abfalls, welche sich nach Daphnus geflüchtet hatten.
So trat denn Klazomenä wieder zu den Athenern über.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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