zehn Schiffen von Kaunos und Phaselis nach Samos zurückgekehrt
und meldete, daß er die Vereinigung der Phönikischen Schiffe mit
denen der Peloponnesier abgewendet und den Thiffaphernes noch
mehr für die Athener gewonnen habe als vorher. Dann bemannte
er zu seinen Schiffen noch neun andere, trieb von der Stadt
Haltkarnaffos viel Geld ein und befestigte Kos. Hieraus und nachdem er
einen Statthalter auf Kos eingesetzt, schiffte er gegen den Spätherbst
wieder nach Samos zurück.
Peloponnesier von Milet nach dem HelleSpont abgesegelt seien, brach von
Aspendos aus und eilte nach Jonien. Während die Peloponnesier
noch im Hellespont waren, hatten die Antandrier, welche Aeolischer
Abstammung sind, von Argos her auf dem Landweg über das Jda-
Gebirg Schwerbewaffnete kommen lassen und dieselben in ihre Stadt
gebracht, da sie von dem Perser Arsakes, des Tissaphernes
Unterstatthalter, bedrückt wurden. Derselbe hatte nämlich auch den
Deliern, welche sich in Adramyttion,angesiedelt hatten, als sie damals
durch die Athener der Reinigung von Delos wegen vertrieben worden
waren als seinen Freunden und Bundesgenossen, ihre besten
Männer aus der Stadt gelockt, indem er Krieg gegen einen
geheimzuhaltenden Feind vorgab. Er hatte dann abgewartet, bis sie ihr
Frühmahl bereiteten, sie dabei von seinen Leuten umstellen und mit
Speeren zusammenschießen lassen. Jene fürchteten nun wegen dieser
That, daß er auch gegen sie etwas Gottloses im Schilde führe, und
weil er ihnen auch sonst unerträgliche Lasten aufgebürdet, so verjagten
sie seine Besatzung aus der Burg. 1
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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