ließen ihm sagen, daß die unter Demosthenes sich ergeben hätten;
auch er solle dasselbe thun. Da er ihnen aber nicht glauben wollte,
so bedung er sich aus, einen Reiter hinzusenden, um sich davon zu
überzeugen. Als dieser nun zurückkam und meldete, daß Jene sich
ergeben hätten, so ließ er dem Gylippos und den Syrakusanern sagen,
er sei bereit im Namen der Athener einen Vergleich zu schließen: was
die Syrakusaner an Geld aus den Krieg verwendet hätten, das solle
ihnen zurückgezahlt werden unter der Bedingung, daß man ihn und
sein Heer frei ziehen lasse; bis das Geld bezahlt sei, wolle er aus den
Athenern Geißeln stellen, je einen Mann für ein Talent. Die
Syrakusaner aber und Gylippos gingen aus diese Bedingungen nicht ein,
sondern griffen ihn an und umstellten ihn von allen Seiten und
beschossen auch ihn bis zum Abend. Auch hier litten die Athener durch
Mangel an Brod und andern Bedürfnissen; gleichwohl aber dachten
sie die Stille der Nacht abzuwarten, um dann weiter zu ziehen. Als
sie da aber die Waffen ergriffen, merkten es die Syrakusaner und
stimmten den Schlachtgesang an. Nun sahen die Athener, daß sie
entdeckt seien und legten die Waffen wieder nieder, außer ungefähr
dreihundert Mann; diese öffneten sich mit Gewalt den Weg durch die
Posten der Feinde und marschirten in der Nacht weiter, wo sie kein
Hinderniß fanden.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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