wieder gegen den Feind. Nikias aber und die Athener waren der
Meinung, auch wenn jene nicht den Kampf zuerst beginnen wollten,
so dürften sie doch nicht ruhig zusehen, wie jene ihre Mauer längs
ihrer eigenen immer weiter führten — denn die Syrakusische Mauer
war schon genau bis zum Ende der Athenischen gekommen, — und
wenn sie über ihre eigene hinausgeführt werde, so hätten die
Syrakusaner auch ohne die Waffen anzurühren bereits denselben Vortheil,
als wenn sie in allen Gefechten siegten. Deßhalb gingen sie den
Syrakusiern entgegen. Gylippos aber stellte feine
Schwerbewaffneten mehr außerhalb der Mauer auf, als das erste Mal, und nahm
das Gefecht mit ihnen an, seine Reiter und Schützen aber stellte er
den Athenern in die«Flanke aus offenem Feld, wo der Bau der
beiderseitigen Mauern schon aufhörte. Im Gefecht nun warfen sich die
Reiter auf den linken athenischen Flügel, der ihnen gegenüberstand,
und trieben ihn in die Flucht, und somit wurde denn auch das
übrige Heer von den Syrakusanern geschlagen und in die
Verschanzungen zurückgeworfen. In derselben Nacht aber kamen jene in
Weiterführung ihrer Mauer den Athenern zuvor, so daß sie von jetzt
an nicht mehr von denselben gehindert werden konnten, und diese,
selbst wenn sie siegten, durchaus nicht mehr die Möglichkeit hatten,
jene mit ihrer Mauer zu umfassen.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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