sogleich zur Hilfe herbei, trafen auf die Thraker, die sich schon eine
kleine Strecke Wegs entfernt hatten, nahmen ihnen die Beute wieder
ab und jagten sie fliehend vor sich her bis zum Euripus und an die
See, wo die Kriegsschiffe, welche sie führten, vor Anker lagen. Und
als die Thraker auf die Schifft zu kommen suchten, tödteten ihnen die
Thebaner die meisten Leute, da jene deS Schwimmens nicht kundig
waren, und die auf den Schiffen, als sie sahen, was am Lande
vorging, die Fahrzeuge außer Schußbereich zurückzogen. Sonst hatten
sich die Thraker bei diesem Rückzug gegenüber der Thebanifchen
Reiterei, welche sie zuerst angriff, nicht ungeschickt gezeigt, indem
Einzelne aus Reih und Glied vorstürmten und sich dann in ihrer üblichen
Weise vereinigten und'so die Andern deckten; und dabei waren auch
nur Wenige von ihnen gefallen. Ein Theil von ihnen war aber auch
noch in der Stadt selbst beim Plündern ergriffen und
zusammengehauen worden. Im Ganzen fielen von den tausend drei hundert
Thrakern zwei hundert und fünfzig. Dagegen hatten sie den Thebanern
und den Andern, welche mit diesen zur Hilfe ausgezogen waren,
ungefähr zwanzig Reiter und Schwerbewaffnete getödtet und von den
Thebanern auch den Skirphondas, einen der Böotarchen; von den
Mykaleffiern aber war eine große Zahl umgekommen. — Dieß
Unglück traf die Mykalessier, verhältnißmäßig nicht weniger
bejammernSwerth, als irgend ein anderes Ereigniß deS Krieges.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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