gegen das Meer herabfliegen und ihre Aufmerksamkeit dem Seegefecht
zuwandten, überrascht dieselben, indem er ganz unerwartet mit
Tagesanbruch die Verschanzungen angreift und zuerst die größte, dann
aber auch die zwei kleineren wegnimmt, da deren Besatzungen nicht
Stand hielten, wie sie sahen, daß die größere so leicht genommen
worden war. Aus der zuerst genommenen Verschanzung kam die
flüchtige Mannschaft, so viel ihrer sich auf die Kriegsschiffe und ein
Lastschiff retten konnten, mit knapper Noth noch glücklich in'S
Lager"); denn weil zu der Zeit im großen Hafen die Syrakufaner im
Seegefecht noch die Oberhand hatten, so ließen sie jene durch einen
schnellsegelnden Dreiruderer verfolgen. Als aber die beiden andern
Kastelle eingenommen wurden, waren die Syrakusaner bereits
geschlagen, und so konnten die Flüchtlinge aus diesen Vershcanzungen
leichter an ihnen vorbeifahren. Es hatten nämlich die Schiffe der
Syrakufaner vor der Hafeneinfahrt im Gefecht die Schiffe der Athener
überwältigt, waren aber ohne Ordnung in deren Linie eingedrungen,
hatten sich selbst einander in Verwirrung gebracht und spielten so den
Sieg den Athenern wieder in die Hände, welche nicht nur diese
eingedrungenen, sondern auch die im Hafen früher gegen sie siegreichen
Schiffe in die Flucht jagten. Eilf Schiffe der Syrakufaner versenkten
sie dabei und die Mehrzahl der Bemannung tödteten sie,
ausgenommen die von drei Schiffen, welche sie zu Gefangenen machten; ihnen
selbst waren drei Schiffe verloren gegangen. Nachdem sie dann die
Schiffstrümmer der Syrakufaner an's Land gezogen und auf der
kleinen Insel vor dem Plemmyrion ein Siegeszeichen ausgestellt
hatten, zogen sie sich in ihr Lager zurück.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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