aus andern Briefen; jetzt aber ist es nicht minder an der Zeit, daß
ihr erfahret, wie die Dinge bei uns stehen, und danach eure Beschlüsse
fasset. Nachdem wir in den meisten Gefechten die Syrakusaner, gegen
die wir ausgeschickt wurden, besiegt und die Vershcanzungen erbaut
hatten, in denen wir jetzt liegen, kam Gylippos, der Lakedämonier,
mit einem Heere aus dem Peloponnes und einigen Städten Siciliens.
Und zwar>in der ersten Schlacht ist er von uns besiegt worden, in
der folgenden aber wurden wir durch seine zahlreichen Reiter und
Schützen übermannt und mußten uns in unsere Vershcanzungen
zurückziehen. Seitdem nun haben wir die Einschließung durch eine
Mauer abbrechen müssen wegen der großen Zahl unserer Gegner und
halten uns ruhig; denn wir könnten ja nicht das ganze Heer dazu
verwenden, da die Bewachung der Mauern einen Theil der
Schwerbewaffneten in Anspruch nimmt; — jene aber haben längs der
unsrigen auch eine einfache Mauer gebaut, so daß es nicht mehr möglich
ist, sie einzuschließen, wenn man nicht vorher diese ihre Nebenmauer
mit großer Macht angriffe und nähme. Es hat sich also so gewendet,
daß wir, die wir Andere einzuschließen gedachten, jetzt vielmehr selber
eingeschlossen sind, wenigstens zu Lande; denn wir können uns nach
der Landseite der Reiterei wegen nicht weit hinauswagen."
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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