Musterung vorausging, ohne daß die Syrakusaner etwas davon
erfahren hatten, mit ihrer gesammten Macht von Katana abgefahren
und beim sogenannten Löwen gelandet, der sechs oder sieben Stadien
von Epipolä entfernt ist. Hier ließen sie die Landtruppen aussteigen
und gingen mit ihren Schiffen bei Thapsos vor Anker: ES ist dieß
eine Halbinsel, die von einer schmalen Landenge aus sich in's'Meer 1 2
erstreckt und von der Stadt der Syrakusaner weder zu Wasser, noch
zu Land weit entfernt. Das Schiffsheer der Athener verpallissadirte
den engen Hals der Halbinsel Thapsos und verhielt sich auf derselben
ruhig; das Landheer aber rückte sogleich im Laufschritt gegen
Eptpolä und bestieg den Euryelos, bevor noch die Syrakusaner es
merkten und von der Wiese und Musterung herbeikommen konnten.
Trotzdem eilten sie Alle, so rasch Jeden seine Beine trugen, zur
Abwehr.herbei, und auch die sechshundert Mann des Diomilos. Sie
hatten aber von der Wiese aus nicht weniger als fünfundzwanzig
Stadien zurückzulegen,, bevor sie an die Feinde kamen. Da sie also
nur in schlechter Ordnung angreifen konnten, so wurden die
Syrakusaner in diesem Gefecht bei Epipolä besiegt und zogen sich nach der
Stadt zurück. DiomiloS selbst war gefallen, und von den Andern
gegen dreihundert. Danach errichteten die Athener ein Siegeszeichen
und gaben den Syrakusanern unter dem Schutze eines Vertrages
ihre Todten heraus. Am folgenden Tag rückten sie weiter gegen die
Stadt herab; da aber jene ihnen nicht aus der Stadt
entgegenrückten, so zogen sie sich wieder zurück und .erbauten eine Verschanzung
aus dem Labdalon, auf dem höchsten Punkt von Epipolä und dicht
am steilen Abhang, der gegen Megara hin schaut. Dieselbe sollte
ihnen als Niederlage für ihr Gut und ihre Waffen dienen, wenn sie
zum Gefecht oder zur Einschließung der Stadt vorrückten.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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