vertrieben, die, vor den Medern geflohen, in Sieilien landeten. Die
Samier hinwieder vertrieb nicht lange danach Anaxilas, der Rheginer
Tyrann, und führte in die Stadt eine gemischte Bevölkerung und
nannte sie Messana nach seinem eigenen alten Vaterlande. Himera
ist von Zankle aus gegründet worden durch Eukleides und Simos
und Sakon; und das Volk in der Ansiedelung war meist chalkidisch;
es zogen zu ihnen aber auch Vertriebene aus Syrakus, die man
Myletiden nannte und die durch eine feindliche Partei besiegt worden waren. 1 2 3 4 5
Ihre Sprache bildete sich zu einem Gemisch von chalkidisch und
dorisch, doch galten die chalkidischen Gesetze. Akrä und Kasmenä
wurden von Syrakusiern gegründet, Akrä siebenzig Jahre nach Syrakus,
Kasmenä um zwanzig Jahre später als Akrä. Auch Kamarina
wurde zuerst durch Syrakusier angelegt, gegen
hundertundfünfunddreißig Jahre nach der Gründung von Syrakus. Gründer waren
Daskon und MenekoloS. Als aber die Kamariner wegen ihres
Abfalls von den Syrakusiern mit den Waffen ausgetrieben worden waren,
und einige Zeit danach Hippokrates ^), Tyrann von Gela, das Land
der Kamariner als Lösegeld für kriegsgesangene Syrakusische Männer
erhielt, so wurde er zweiter Gründer und bevölkerte die Stadt von
Neuem. Aber zum zweiten Mal wurden die Bewohner durch Gelon
ausgetrieben, und die Stadt erhielt dann ihre dritte Bevölkerung
durch die Gelaner.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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