Kleobulos und deren Freunden jene Aufträge erhalten hatten, um sie
ihren Staatsbehörden mitzutheilen, reisten beide Gesandtschaften
wieder ab. Aus sie aber warteten von den Argivern zwei Mitglieder
der höchsten Obrigkeit auf ihrem Heimwege und traten mit ihnen in
Unterhandlung, ob nicht die Böoter sich ebenso mit ihnen verbunden
wollten wie die Korinther und- Eleer und Mantineer; denn wenn das
zu Stande käme, würden sie ihres Erachtens sowohl zu den
Lakedämoniern als auch erforderliches Falles zu jedem Andern leicht in
Kriegs- oder Friedensstand treten können, wenn sie wollten, da die
Verbündeten ja mit ihnen gemeinsame Sache machen würden. Den
Gesandten der Böoter behagten diese Anträge; denn zufällig
ersuchten die Argiver eben um das, was die Freunde zu Lakedämon in
Auftrag gegeben hatten, und als die Argivischen Männer sahen, daß
jene ihnen Gehör gaben, so verabschiedeten sie sich mit dem
Versprechen, Gesandte zu den Böotern schicken zu wollen. Die Böoter kamen
zu Hause an und meldeten den Böotarchen, welche Aufträge man
ihnen von Lakedämon mitgegeben habe ind um was die Argiver
ersucht, mit denen sie zusammengetroffen waren. Auch den Böotarchen
gefielen diese Dinge, nnd sie gingen um so eifriger darauf ein, weil
es sich von zwei Seiten so glücklich traf, daß ihre Freunde unter den
Lakedämoniern dasselbe Anliegen hatten, auf welches auch die Argiver
hinzielten. Nicht lange danach erschienen denn auch Argivische
Gesandte, welche zur Annahme der Vorschläge aufforderten. Die
Böotarchen stimmten ihrem Ansuchen bei und entließen sie mit dem
Versprechen, Gesandte nach Argos schicken zu wollen, um den Waffenbund
zu betreiben.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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