Anführer der Lakedämonier, und die noch anwesende Besatzung herbei
und suchten die Athener abzuwehren. Da sie aber hart bedrängt
wurden und auch die zur Kreuzung ausgesandten Schiffe im Hafen
ershcienen, so fürchtete Pasitelidas, die Schiffe möchten ihm
zuvorkommen und die unbesetzte Stadt wegnehmen, und er selbst könnte bei
der Erstürmung der neuen Mauer mit gefangen werden; deßhalb gab er
diese auf und eilte im Laufschritt der Stadt zu. Derweilen hatten
aber die Athener von den Schiffen Torone schon im ersten Anschrei
genommen, und zugleich drang das nachrückende Fußvolk da ein, wo
die alte Mauer niedergerissen war. Einen Theil der Peloponnesier
und Toronäer tödteten sie im Handgemenge sogleich, die Andern
nahmen sie gefangen und darunter Pasitelidas, den Anführer. Indeß
rückte Brasidas zum Entsatz von Torone heran; da er aber unter»
wegs die Einnahme der Stadt erfuhr, so zog er sich wieder zurück;
er war aber nur um etwa vierzig Stadien zu weit entfernt,^ sonst
hatte er die Eroberung noch hindern können. Kleon aber und die
Athener stellten zwei Siegeszeichen auf, das eine beim Hafen,
das andere an der neuen Mauer, und der Toronäer Weiber und
Kinder machten sie zu Sklaven, sie selbst aber und die Peloponnesier
und den einen oder anderen Chalkidier, die dabei waren, im Ganzen
ihrer sieben Hundert, schickten sie nach Athen. Was von
Peloponnesi ern darunter war, ging später beim Abschlüsse des Vertrags wieder
in die Heimat, die Uebrigen wurden von den Olynthiern Mann
gegen Mann ausgetauscht und heimgeführt. — Um dieselbe Zeit
nahmen auch die Böotier die athenische Gränzfestung Panakton durch
Verrath. — Kleon nun, nachdem er in Torone eine Besatzung zurück 1
gelassen, ging wieder unter Segel und umschiffte den Athos, in der 2
Absicht, Amphipolis wiederzugewinnen. c
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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