der Waffenbund abgeschlossen waren, reisten die Gesandtschaften,
welche zu diesem Zwecke berufen worden, wieder von Lakedämon
ab; die Andern nun gingen nach Hause, die Korinther aber
wendeten sich zuvor nach Argos und verabredeten mit einigen Argivern,
die in Amt und Würden tsanden: weil die Lakedämonier nicht in
guter Absicht sondern zur Unterjochuug des Peloponnes Frieden
und Bundessreuudschaft mit den Athenern geschlossen hätten, die
doch vorher ihre erbittertsten Feinde gewesen seien, so sollten die
Argiver zusehen, daß die peloponnesische Freiheit gerettet werde, und sie
sollten beschließen, daß welche Stadt der Hellenen nur wolle, sofern
sie nur ihre freie Verfassung habe und Allen gleiches Recht gewähre,
mit den Argivern ein Waffenbündniß zum Schutz ihrer gegenseitigen
Gebiete eingehen könnte. Und sie sollten dazu einige wenige Männer
ernennen, die in Ansehung ihrer Gewalt ganz freie Hand hätten; vor
das Volk aber solle man die Verhandlungen nicht bringen, damit 1 2
wenn die Menge sich nicht überreden lasse, die Namen jener Männer
nicht bekannt würden. Sie behaupteten auch, daß aus Haß gegen die
Lakedämonier Viele sich ihnen anschließen würden. Nachdem die
Korinther diese Maßregeln an die Hand gegeben, kehrten sie nach
Hause zurück.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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