wie die Bürger, so auch die Beisitzer und was an Miethstruppen da
war, unter die Waffen und kam etwas später vor Delion an, als die
Böoter von Siphä sich bereits wieder zurückgezogen hatten. Er ließ
dann sein Heer Stellung nehmen und befestigte Delion, das ein
Heiligthum des Apollo ist, auf folgende Weise. Rings um den
geweihten Ort und den Tempel zogen sie einen Graben, warfen den
Schutt aus den Gruben anstatt einer Mauer auf, und schlugen neben
demselben hin Pfähle ein. Den Weinberg ringS um das Heiligthum
schlugen sie ans, um die Reben in die Pallisaden einzuflechten, und
nahmen auch Steine und Ziegel aus den Ruinen der nahestehenden
Häuser und suchten auf jede Weise den Wall in die Höhe zu bringen.
Auch hölzerne Thürme errichteten sie, wo die Gelegenheit es erlaubte
und vom Mauerwerk des HeiligthumS Nichts mehr vorhanden war;
denn die Halle, welche früher dagestanden hatte, war eingestürzt. Am
dritten Tage, nachdem sie von Hause ausgezogen, gingen sie an die
Arbeit, und blieben daran diesen und den vierten Tag und auch am
fünften noch bis zur Zeit des Frühmahls; danach, als der größte Theil
der Arbeit gethan war, zog zuerst das Heer von Delion ab und
machte auf dem Weg nach Hause ungefähr zehn Stadien. Hier lagerten
sich die Schwerbewaffneten, um auszuruhen, während die Mehrzahl
der leichten Truppen sogleich weiter marschirte. Hippokrates aber
blieb zurück und traf noch Anordnungen wegen der Besatzung und
wie man das, was an der Befestigung noch fehlte, ausführen sollte.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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