sie die an der See gelegene Stadt Skandeia mit zehn Schiffen und
zweitausend Milefischen Schwerbewaffneten; das übrige Heer ließen
sie an dem Küstentheil der Insel an's Land steigen, der Malea
gegenüber liegt, und marschirten gegen die Stadt der Kytherier ^ebenfalls
an der See gelegen^, und fließen sehr bald aus diese, die mit ihrer
gestimmten Macht da lagerten. Als es zum Gefecht kam, hielten die
Kytherisr zwar eine Weile Stand, dann aber wandten sie um und 1 2
flohen nach der obern Stadt 3Später gingen sie einen Vergleich
mit Nikias und den andern Feldherrn ein, wonach sie die
Entscheidung über sich den Athenern anheimstellten, nur todten dürften sie sie
nicht. Es waren aber auch schon früher zwischen Nikias und Einigen
der Kytherier Verabredungen getroffen worden, weßhalb auch sowohl
für den Augenblick, als für die Zukunft die Vergleichssache schneller
und vortheilhafter für sie abgemacht wurde; denn sonst hätten die
Athener wohl die Kytherier von dort wegversetzt, weil sie Lakedämonier
waren und die Insel so dicht vor Lakonika lag. Nachdem der Vergleich
abgeschlossen war, und die Athener Skandeia, das Städtchen am
Hafen, besetzt, wie auch eine Besatzung nach Kythera gelegt hatten,
segelten sie gegen Asine und Helos und die meisten andern Plätze am
Meer, machten Landungen, verblieben auch über Nacht, wo die
Gelegenheit dazu war, und verwüsteten das Land ungefähr sieben Tage
lang.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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