gemeldet, daß auch die Illyiier den PerdikkaS verrathen und sich mit
Arrhibäos vereinigt hätten, und nun hielten eS beide für daS Beste,
den Rückzug anzutreten, weil sie jene als streitbare Manner fürchteten;
doch wann man aufbrechen sollte, wurde ihrer Uneinigkeit wegen nicht
ausgemacht, und als die Nackt einbrach, überfiel die Makedonier und
die große Menge der Barbaren ein plötzlicher Schrecken, — wie es
ja oft bei großen Heeren zu geschehen vflegt, daß sie ohne greifbaren
Grund in panischen Schrecken gerathen — und im Glauben, daß
ihrer eine vielfach größere Zahl heranziehe, als wirklich gekommen
waren, und daß sie jeden Augenblick über sie herfallen würden, suchten
sie auf der Stelle das Weite und eilten der Heimatd zu; und so
wurde auch Peidikkasder Anfangs davon Nichts merkte, als er
dann erfuhr, waS vorging, genöthigt noch früher abzuziehen, als er
den Brasidas sprechen knurrte, denn beide Lager waren durch einen
weiten Zwischenraum getrennt. Als Brasidas dann mit Tagesanbruch die
Makedonier schon vorausgeeilt sah, und daß die Jllyrier und
Arrhibäos sich zum Angriff anschickten, zog auch er seine Schwerbewaffneten
in eine viereckige Ausstellung zusammen, nahm den leichten Haufen in
die Mitte und gedachte so seinen Rückzug fortzusetzen. Um zur
Abwehr auszufallen, wenn die Feinde wo angreifen sollten, bestimmte er
die Jüngsten, und er selbst mit dreihundert Mann ausgewählter
Truppen wollte als der hinterste aus dem Rückzug den vordersten
Feinden, wenn sie angreifen würden. Widerstand leisten und
sie-zurückweisen. Und bevor noch die Feinde sich in der Nähe zeigten, sprach
er seinen Soldaten mit solchen Worten Zuversicht ein:
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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