auS den thrakischen Grenzlanden gegen die Stadt Amphipolis am
Strymon-Flusse, einen Pflanzort der Athener. Eben denselben Platz,
auf welchem die Stadt sieht, hatte schon früher der Milesier
Aristagoras, als er vor dem König DareioS flüchtig war^), anzubauen
versucht, war aber von den Edonern verdrängt worden. Danach, zwei
und dreißig Jahre später^), hatten auch die Athener zehntausend
Ansiedler aus ihrer Mitte und wer sonst wollte, dahingesendet, die
aber bei DrabeskoS von den Thrakern aufgerieben wurden. Und 1 2
wiederum, im neun und zwanzigsten Jahre danach^), schickten die 3
Athener Ansiedler dahin unter Führung des Hagnon, Sohnes des
Nikias. Diese vertrieben dann die Edoner aus der Gegend und
gründeten diese Stadt an dem Orte, der früher Neunwege
(EnneaHodoi) genannt worden war. Sie kamen aber damals flußaufwärts von
Eion, das, an der Mündung des Flusses gelegen, ihnen als
Seehandelshafen diente und fünf und zwanzig Stadien von der Stadt
entfernt ist, der Hagnon den Namen Amvhipolis (Ningstadt) gab,
weil der Strymon sie im Halbkreis umfloß und er selbst vom einen
Arme des Flusses zum andern eine lange Mauer gezogen hatte. Er
baute sie aber so, daß sie über das Festland und das Meer weithin
sichtbar ist.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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