Notes on the current edition
History of the Peloponnesian War
1.
44) Hiemit beginnt die verhängnißvolle Einmischung der Athener in die
ficilischen Angelegenheiten. Die Griechen in Unteritalien und auf Sicilien
hatten eine ähnliche Stellung gegenüber der karthagischen und etruskifchen Macht,
wie die des Ostens gegenüber den Persern, und in deren Behauptung eine eben
so schöne Aufgabe, wie ihre östlichen Brüder, der sie zunächst auch ruhmvoll
nachkamen. Im Jahr 480 schlugen Gelon von Syrakus und Theron von
Akragas (Agrigentum, Girgenti) die karthagische Landmacht bei Himera aus's
Haupt, wie die Sage will am selben Tage, als bei Salamis die Flotte der
Perser, die mit den Karthagern zur Vernichtung der Hellenen gemeinschaftliche
Sache machten, geschlagen wurde. Sechs Jahre später (47 4) schlug Hiero 1.
von Syrakus die etruskische Flotte vor Kyme ((Zum»«). So schöne Anfänge
hatten aber keinen entsprechenden Fortgang. Die Jtaliker gingen in Ueppigkeit
unter, und auf Sicilien führten der Mißbrauch, den Syrakus von seiner Stärke
machte, die Bestrebungen der Tyrannen, welche die Reinheit des Hellenenthums
durch eingeführte Fremdlinge zersetzten und schwächten/ die Parteikämpfe in den
Städten und die Intriguen der Karthager das Verderben herbei. So oft auch
im Verlauf der Geschichte die Bevölkerung Unteritaliens und Siciliens durch
neues und besseres, Blut aufgefrischt wurde, so war der Ausgang doch immer
wieder ein Hinabsinken in völlige Unbedeutendheit.
2.
Nach unserem Kapitel stehen sich auf Sicilien die dorischen und die
chalkidischen Kolonien einander gegenüber. Dorische Städte waren
Syrakus, das hybläische Megara (so beigenannt zum Unterschiede von seiner
Mutterstadt), Akrä, KaSmenä, Kamarina u. a.; Niederlassungen von
Ehalkis auf Euböa: Naxos mit seinen Tochterstädten Leontini und
Katana, Himera, Kallipolis, Euböa u. a. Auch Zankle, später
Messana (Messina) war chalkidischen Ursprungs, wurde aber durch seine spätere
messenische Bevölkerung dorisch; unter der Bürgerschaft herrschte daher in
Bezug auf Parteinahme in diesem Kriege Spaltung. In Untcritalien waren die
Lokrer für SyrakuS, das chalkidifche, aber auch mit Messeniern untermischte
Rhegium, vorzüglich aus Haß gegen die benachbarten Lokrer, für
Leontini.. Das von den Syrakusanern sehr hart mitgenommene dorische Kamarina
hielt ebenfalls zu den Leontinern. Akragas, Pflanzstadt des rhodischen
Cela,stand zu Syrakut.
3.
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4.
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v.
Chr.