kamen und dieß sahen, so ließen deren Befehlshaber jenen zu wissen
thun, was ihnen besohlen sei, und da die Mytilenäer kein Gehör
gaben , so schickten sie sich an die Feindseligkeiten zu beginnen. Nun
wagten zwar die Mytilenäer, ungerüstet wie sie waren, nnd ganz
wider Erwarten zum Kriege gezwungen, mit ihren Schiffen eine kurze
Strecke weit aus dem Hasen herauszufahren wie zur Seeschlacht/ da
sie aber von den athenischen Schiffen zurückgejagt wurden, so erboten
sie sich gegen die Feldherrn zu Unterhandlungen, mit' dem Gedanken
sich womöglich die Schiffe durch einen glimpflichen Vergleich für jetzt
vom Halse zu schaffen. Die Athenischen Befehlshaber waren dazu
auch willig, da sie selbst sich nicht im Stande glaubten, den Kampf
mit ganz Lesbos aufzunehmen. Nachdem so eine Waffenruhe zu
Stande gekommen war, schickten die Mytilenäer Gesandte nach Athen,
nnd darunter neben andern auch einen ihrer Ankläger, der seinen 1
Schritt jetzt schon bereute. Die sollten die Athener bereden, ihre 2
Schiffe zurückzuziehen, da sie selbst keinerlei Neuerungen im Sinne
hätten.
Gesandte nach Lakedämon, ohne daß die athenischen Schiffe, die
nordwärts der Stadt bei Malea vor Anker lagen, etwas davon merkten;
denn sie hatten kein Vertrauen, daß sie bei den Athenern etwas
ausrichten würden. Diesen letzteren spielte auf der Fahrt die See übel
mit, doch kamen sie nach Lakedämon und setzten so viel durch, daß ihnen
Hülse werden solle.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
Sponsored by University of Leipzig.
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