Korinther, und von den Lakedämoniern als Abgesandte Aneristos und
^^ikolaos und Stratodemos und der Tegeate Timagoras und mit
ihnen anS persönlicher Bewegung Es auch der ArgiverPolliszum Könige 1
nach Asien reisen, ob sie ihn vielleicht bewegen möchten, Hülfsgelder zn
zahlen und mit ihnen am Kriege theilzunehmen. Auf dem Wege
dahin gingen sie zuerst nach Thrakien zum Sitalkes, dem Sohne des
Teres, um ihn wo möglich zu überreden, daß er von der Bundes-
genostenschast mit den Athenern abfalle und ein Heer nach Potidäa
schicke, wo noch die Belagerungstruppen der Athener standen. Von
hier ans wollten sie dann durch jenes Vermittelung über den
Hellespont zum Pharnakes, des Pharnabazos Sohn, gelangen, der sie dann
weiter zum Hofe des Königs befördern sollte. Es waren aber auch
gerade Gesandte der Athener bei dem Sitalkes, Learchos nämlich,
Sohn des Kallimachos, und Ameiniades, des Philemon Sohn, und
diese überredeten den Sohn des Teres, Sadokos, der athenischer
Bürger geworden war, ihnen jene Männer in die Hände zu liesern, damit
sie nicht zum Könige gelangen und der Stadt Schaden zufügen
möchten , die ja zum Theil auch für ihn Vaterstadt sei. Dieser ließ sich
überreden und jene aus der Reise durch Thrakien zu dem Schiffe,
welches sie über den Hellespont bringen sollte, bevor sie sich einschiffen
konnten, festnehmen, indem er dem Learchos und dem Ameiniades Leute
mitgab, welche den Befehl hatten, ihm jene Männer auszuliefern.
Tiefe nahmen die Gefangenen und brachten sie nach Athen. Als sie
dort ankamen, ließen die Athener aus Furcht, Aristeus möge, wenn
er ihnen entkäme, ihnen noch weiteren Schaden zufügen, — denn in
der That hatte es sich gezeigt, daß er vordem wegen Potidäa's und
Thrakiens Alles eingefädelt hatte, — noch an demselben Tage Alle
unangehört hinrichten, obwohl sie Einiges vorbringen wollten, und in
Gruben werfen. Hierdurch wollten sie das mit Gleichem vergelten,
womit die Spartaner den Anfang gemacht hatten, indem sie die
Kauflente von den Athenern und ihren Bundesgenossen, die mit ihren
Lastschiffen die peloponnesishcen Gewässer befuhren, ergriffen, tödteten und
in Gruben warfen. Und in der That hatten zu Anfang des Krieges
die Lakedämonier Alles, was sie auf dem Meere ergriffen, als Feinde
umgebracht, mochten sie nun Kampfgenossen der Athener sein, oder zu
keinem von beiden Theilen stehen. 2
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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