Gegend von Acharnä stehen blieb und bei diesem Vorrücken nicht gleich in
die Ebene hinabstieg, soll sein Gedanke der gewesen sein: die Athener,
welche an junger Mannschaft Ueberfluß hatten und wie nie zuvor zum
Kriege gerüstet waren, würden wohl ausfallen und nicht ruhig zusehen,
wie ihr Gebiet verwüstet werde; da sie ihm aber weder bei Eleusis
noch auf der thriasischen Ebene entgegenrückten, so versuchte er, sie
durch das Lager bei Acharnä herauszulocken; denn es schien ihm der
Platz zu einem Lager sehr geeignet; und dann glaubte man auch von
den Acharnern, welche einen großen Theil der Stadtbevölkerung
ausmachten, — sie stellten nämlich dreitausend Schwerbewaffnete, — sie
würden die Verheerung ihres Eigenthums nicht ruhig mit ansehen,
sondern auch die Uebrigen zum Kampfe anspornen. Sollten aber die
Athener auch bei diesem Einfalle nicht aus der Stadt rücken, so könne
er sür die Zukunft um so furchtloser die Ebene verwüste« und der
Stadt selbst sich nähern; denn die ihres Eigenthums beraubten
Acharner würden nicht sehr geneigt sein, sich wegen Anderer Gut der Gefahr
auszusetzen, und es werde dann Uneinigkeit eintreten. Solche
Gedanken bestimmten den Archidamos, bei Acharnä stehen zu bleiben.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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