sie vermutheten, daß sie von Athen kämen und ihrer vielleicht noch
mehr seien als die, welche eben in Sicht waren, so nahmen sie den
Rückzug. Die Kerkyräer sahen aber diese Schiffe nicht, — denn sie
kamen von einer Seite, wo jene sie nicht so leicht wahrnehmen
konnten,— und wunderten sich sehr, daß die Korinther rückwärts ruderten,,
bis endlich Einige der Schiffe ansichtig wurden und ihr Ansegeln
verkündeten. Da zogen auch sie sich zurück, denn es dunkelte schon und
die Korinther waren bereits weit weg. So also hatte der
Zusammenstoß geendet und die Nacht die Seeschlacht abgeschnitten. Die
Kerkyräer nahmen nun bei Leukimme eine Aufstellung, und jene zwanzig
Athenischen Schiffe, geführt von Glaukon, des Leagros', und von
Andokides, des Leogoros' Sohn, fuhren mitten durch Schiffstrümmer
und Leichen auf die Kerkyräer los und kamen, nicht lange nachdem
sie zuerst bemerkt worden waren, bei ihrem Standort an. Es war
schon dunkele Nacht, und die Kerkyräer hatten gefürchtet, es möchten
feindliche Schiffe sein; jetzt aber erkannte man sie, und jene gingen
vor Anker.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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Funding provided by European Social Fund Saxony.