war, gerieth mit den Korinthern und Epidanriern in's Tressen, und
eS siegten die Korinther. Etwas später kam es zwischen den Athenern
und der peloponnesischen Flotte zu einem Seekampf bei
Kekryphaleia ^Jnsel nächst Epidauros^j, und hier siegten die Athener. Als
dann der Krieg zwischen den Athenern und Aegineten auSbrach,
so fand zwischen diesen und ihren Bundesgenossen beiderseits eine
große Seeschlacht bei Aegina Statt, nnd es siegten die Athener,
nahmen siebzig feindliche Schisse, landeten und belagerten die Stadt unter
Anführung des Leokrates, des Stroibos Sohn. Da nun die
Peloponnesier den Aegineten Hilfe bringen wollten, so setzten sie
dreihundert Schwerbewaffnete, welche früher als Hilfstruppen bei den
Korinthern und Epidauriern gestanden hatten, nach Aegina über und
besetzten die Höhen von Gerania. In's Gebiet von Megara aber
fielen die Korinther mit ihren Bundesgenossen ein, in der Meinung,
die Athener würden unvermögend sein, den Megarern zu Hilfe zu
kommen, da sie schon in Aegina und Aegypten eine große Macht stehen
hatten; wenn sie aber doch zu Hilfe kämen, so würde man sie um so
leichter von Aegina vertreiben können. Die Athener aber ließen das
Heer auf Aegina stehen, und es zogen nur von den in der Stadt
Zurückgebliebenen die Aeltesten und Jüngsten gen Megara unter
Anführung des Myronides, und nachdem sie mit den Korinthern in
unentschiedener Schlacht gekämpft hatten, zogen sich beide Theile zurück, 2 3
und Jeder glaubte, nicht im Nachtheil gewesen zu sein. In der That
war aber der größere Vortheil auf Seiten der Athener, und sie stellten
deshalb auch nach der Korinther Abzug ein Siegeszeichen auf. Da
aber die Korinther zu Hause von den älteren Bürgern als feige
ausgescholten wurden, so rüsteten sie sich etwa zwölf Tage später von
Neuem, kamen und stellten auch ein Siegeszeichen auf, gleich als ob
sie gesiegt hätten. Die Athenischen Hilfstrup?en machten aber schnell
einen Ausfall aus Megara, hieben die nieder, welche das
Siegeszeichen errichteten, und schlugen auch die Andern in einem Gefechte.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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