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„Was aber die Anstrengungen des Krieges wegen betrifft,
von denen ihr besorgt, daß sie zu groß für uns werden, und wir
vielleicht doch nicht Sieger bleiben möchten, so muß euch das genügen,
wodurch ich euch schon früher ost gezeigt habe, daß eure Furcht
ungegründet ist. Ich will aber jetzt den Punkt aushellen, den ihr mir
weder selbst jemals recht zu bedenken schienet, nämlich die Größe eurer
wirklichen Macht, und über den auch ich in meinen früheren Reden
nicht gesprochen habe. Und auch jetzt würde ich ihn nicht
hervorziehen, da es zu sehr den Anschein der Prahlerei hat, wenn ich euch
nicht ganz über alle Gebühr niedergeschlagen sähe. Ihr glaubet
nämlich, daß ihr nur über eure Bundesgenossen herrschet; ich aber sage,
daß von den zwei Gebieten, auf denen man sich bewegen muß, Land
und Meer nämlich, ihr das eine ganz und gar bherrschr, so weit ihr
bis jetzt reicht, und noch weiter, wenn ihr nur wollt. Es gibt heute
Niemanden, der eurer jetzigen Flotte die See wehren könnte, weder
einen König noch auch sonst ein Volk. Es kommt also die Benutzung
der Häuser und der Ländereien, mit denen ihr so gar viel verloren zu
haben glaubt, neben dieser eurer Macht gar nicht in Betracht. Und
es ist nicht in der Ordnung, daß ihr diesen Verlust so gar schwer
empfindet; vielmehr solltet ihr dergleichen gering achten, wie allenfalls
ein Gärtchen oder ein Prunkstück des Reichthums, und denken, daß
die Unabhängigkeit, wenn wir an ihr festhaltend den Kampf
überdauern, uns leicht dergleichen wiederbringen wird, daß aber, wenn
wir erst Anderen gehorchen, auch der frühere Besitz seinen Werth
verliert. Wir dürfen in beiden Dingen nicht schlechter fein als unsere
Väter, die jenes unter Mühe und Anstrengung erworben, nicht von
Andern ererbt, festgehalten und glücklich auf uns gebracht haben. Es
ist aber viel schimpflicher, sich nehmen zulassen, was man hat, als beim
Versuche es zu erwerben unglücklich zu sein. Und unseren Feinden
müssen wir nicht nur mit hochherziger Unerschrokceuheit, sondern sogar
mit Verachtung entgegen gehen. Prahlen kann auch einmal ein Feiger,
wenn er, ohne die Gefahr kennen gelernt zu haben, glücklich gewesen
ist, verachten aber nur der, der an einsichtigem Muthe den Feind zu
übertreffen sich bewußt ist; und das ist bei uns der Fall. Auch die
Kühnheit wird bei gleichem Glücke durch das Bewußtsein, auf den
Gegner herabsehen zu können, sicherer gemacht; auf die Hoffnung baut
das Bewußtsein weniger, denn deren Kraft zeigt sich nur in ganz un-
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gewisser Lage, wohl aber auf den Muth, der sich faus Kenntnis; der
vorhandenen Mittel gründet, in deren vorsorglicher Beischaffung die
eigentliche Kraft liegt."