Vom Peloponnes ging in demselben Winter der
Lakedämonier Hippokrates mit zehn Thurischen Schiffen, welcheDorieus,
des Diagoras'Sohn, selbdritt befehligte, dazu einem Lakonischen
und einem Syrakusanischen in See und fuhr nach Knidos Dieser
Staat war aber auf Anstiften des Tissaphernes bereits abgefallen.
Als die in Milet die Ankunft jener erfuhren, befahlen sie ihnen, mit
der Hälfte der Schiffe Knidos zu bewachen, mit den übrigen aber,
die bei Triopion Stellung hatten, die von Aegypten ansegelnden
Lastschiffe 2') zu kapern. Dieß Triopion ist nämlich ein Vorgebirg
auf dem Küstengebiet, von Knidos mit einem Tempel des Apollo.
Die Athener aber erhielten davon Kundschaft, kamen von Samos
herbeigefahren und nahmen die bei Triopion auflauernden sechs Schiffe
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weg, deren Mannschaft die Fahrzeuge im Stich gelassen hatte.
Darauf segelten sie gegen Knidos, machten einen Angriff auf die Stadt,
die keine Besestigungswerke hatte, und hätten sie um ein Kleines
genommen. Am folgenden Tag griffen sie von Neuem an, jene aber
hatten sich über Nacht besser geschützt, und auch die flüchtige
Mannschaft der Schiffe von Triopion hatte sich in die Stadt geworfen, und
so konnten die Athener ihnen nicht mehr so leicht etwas anhaben.
Sie ließen also-von der Stadt ab, verwüsteten das Gebiet der
Knidier und segelten nach Samos zurück.