Frühmorgens brachen sie von neuem auf und dachten,
sich mit Gewalt den Weg über den verschanzten Höhenzug zu
bahnen. Hinter der Verschanzung aber sahen sie sich dem
feindlichen Fußvolk, welches bei der Enge des Raumes in
tiefen Gliedern stand, in Schlachtordnung gegenüber. Nun
versuchten die Athener das Schanzwerk zu tsürmen. Da sie
aber von der steilen Höhe mit Geschossen überschüttet wurden,
die, da sie von oben kamen, um so besser trafen, und deshalb
nicht durchdringen konnten, so zogen sie sich wieder zurück, um
auszuruhen. Zufällig stellten sich auch einzelne Donnerschläge
mit heftigem Regen ein, wie das, wenn es schon auf den Herbst
geht, nichts Ungewöhnliches ist. Infolgedessen aber verloren
sie vollends den Mut und glaubten, daß alles das nur zu ihrem
Untergange dienen solle. Während die Athener ausruhten,
schickten Gylippos und die Syrakuser einen Teil ihres Heeres
ab, um ihnen im Rücken auch den Weg, auf dem sie gekommen
waren, durch Vershcanzungen zu versperren. Dagegen schickten
die Athener jedoch ebenfalls eine Anzahl ihrer Truppen ab und
verhinderten es. Darauf zogen sie sich mit dem ganzen Heere
wieder mehr in die Ebene zurück und blieben dort über Nacht.
Am folgenden Tage setzten sie sich wieder in Marsch; nun aber
griffen die Syrakuser sie an, umringten sie von allen Seiten
und verwundeten viele. Gingen die Athener vor, so wichen
sie aus, zogen sie sich zurück, so drangen sie auf sie ein, wobei
sich besonders auf den Nachtrab warfen, um das Heer bei
kleinem zu schlagen und womöglich ganz aufzureiben. Nach
dem die Athener den Kampf auf diese Weise längere Zeit aus
gehalten und dabei fünf bis sechs Stadien zurückgelegt hatten,
machten sie in der Ebene halt, um auszuruhen. Aber auch
die Syrakuser ließen jetzt von ihnen ab und gingen in ihr
Lager zurück.