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Nach dem Friedensvertrage und dem Waffenbunde der
Lakedämonier und der Athener, welche zu Ende des zehnjährigen
Krieges abgeschlossen worden waren, als Pleistolas Ephore in
Lakedämon und Alkäos Archon in Athen war, herrschte zwar Friede
zwischen denen, welche denselben angenommen hatten, die Korinthier aber
und einige peloponnesifche Städte suchten den Vertrag zu erschüttern,
und bald ergab sich auch noch weiteres Zerwürfniß zwischen
Lakedämon und seinen Bundesgenossen. Aber auch den Athenern wurden
die Lakedämonier im Verlaufe der Zeit verdächtig, denn sie erfüllten
in einigen Punkten nicht, was vereinbart worden war. Sechs Jahre
zwar und zehn Monate enthielten sie sich feindlicher Einfälle in das
gegenseitige Gebiet, auswärts aber fügten sie sich unter trügerischer
Waffenruhe einander großen Schaden zu, und später wurden sie dann
genöthigt, den nach dem zehnjährigen Kampf geschlossenen Vertrag
zu lösen und den offenen Krieg von Neuem zu beginnen.