Da nun die Bundesgenossen und Astyochos das Gerede
vernahmen und danach in einer Versammlung beschlossen hatten, eine
entscheidende Seeschlacht zu liefern, weil ihnen nämlich auch die
unruhigen Zustände auf Samos gemeldet worden waren, so gingen sie
mit allen Schiffen unter Segel, zusammen einhundert und zwölf,
befahlen den Milesiern, zu Lande an der Küste hin nach Mykale zu
marschiren, und fuhren auch selbst gegen diese Stadt. Als aber die
Athener von Samos, welche mit zweiundachtzig Schiffen bei Glauke
in der Gegend von Mykale vor Anker lagen — hier, gegen Mykale
hin, ist nämlich die Insel Samos vom Festland nur wenig entfernt —
die Flotte der Peloponnesier ansegeln sahen, zogen sie sich nach Samos
zurück, da sie sich nicht für stark genug halten, um es gegenüber einer
so großen Zahl auf eine Alles entscheidende Schlacht ankommen zu
lassen. Auch wollten sie den Strombichides abwarten, der vom
Hellespont her-mit den von Chios nach Abydos gegangenen Schiffen
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ihnen zu Hilfe kommen sollte, — sie hatten nämlich bereits aus Milet
her erfahren, daß jene die Absicht hätten, eine Seeschlacht zu liefern,
und eS war deßhalb ein Bote an den Strombichides abgefertigt
worden. Sie also zogen sich nach Samos zurück, die Peloponnesier aber
steuerten wieder nach Mykale und bezogen daselbst ein Lager, und so
auch das Landheer der Milesier und ihrer Nachbarn. Als sie am
folgenden Tag im Begriff waren, Samos anzugreifen, erhielten sie
die Meldung, daß Strombichides mit den Schiffen vom Hellespont
bereits angekommen sei, und fuhren deßhalb sogleich wieder nach
Milet zurück. - Nun aber steuerten dle Athener, durch jene Fahrzeuge
verstärkt, mit hundert und acht Schiffen auf Milet loS, um eine
Seeschlacht zu liefern; da ihnen aber Niemand entgegenfuhr, so gingen
sie wieder nach Samos zurück.