„Laßt euch also durch ihre Lügen und Verleumdungen
nicht irremachen, Kamariner, ihr so wenig^wie die anderen.
Wir haben euch über alles, womit man uns zu verdächtigen
sucht, die reine Wahrheit gesagt, und hoffen auf eure Zu
stimmung, wenn wir jetzt alles nochmals kurz zusammenfassen.
Wir sagen: Wir herrshcen dort, um nicht anderen gehorchen
zu müssen, und treten hier für eure Freiheit ein, um dort
nichts zu befahren zu haben, sind auch manchmal gezwungen,
uns in fremde Händel zu mischen, weil wir überall auf dem
Posten sein müssen. Jetzt und früher sind wir hier euren
Landsleuten zu Hilfe gekommen, aber nicht von selbst, sondern
weit man uns gerufen hatte. Versucht auch nicht, als ob ihr
Richter über unsere Handlungen oder unsere Schulmeister
wärt, uns von unserem Vorhaben abzubringen, es würde euch
auch nichts mehr helfen, sondern macht euch unsere Viel
geschäftigkeit und die Weise, wie wir es eben treiben, gleich-
falls zunutze und glaubt nur, daß die Griechen keineswegs alle
ohne Unterschied darunter leiden, sondern daß weitaus die
meisten ihre Rechnung dabei finden. Denn allerorten, auch
da, wo wir nichts zu befehlen haben, blickt jeder auf uns, der
sowohl, dem ein Angriff droht, wie der, welcher einen Angriff
beabsichtigt, der eine, weit er auf unseren Beistand hofft, der
andere, weil er fürchtet, wenn wir ershcienen, könne ihm die
Sache schlecht bekommen, und dadurch ist dieser genötigt, seine
Absicht, wenn auch nur ungern, aufzugeben, jener der Mühe
überhoben, sich seiner Haut zu wehren. Weist also diese
Sicherheit, die sich uns, die wir euch nötig haben, und euch
jetzt gleichermaßen bietet, nicht ab, sondern macht es wie die
anderen, und statt nur immer den Syrakusern gegenüber auf
der Hut zu sein, entschließt auch ihr euch endlich mal, euch
mit uns an einem Angriffskriege gegen sie zu beteiligen."