In Sieilien war um dieselbe Frühlingszeit Gylippos
nach Syrakus zurückgekehrt, aus den Städten, die er zum Beitritt
beredet hatte, an Mannschaft mit sich führend, so viel er eben
überallher hatte auftreiben können. Dann berief er eine Versammlung der
Syrakusier und sagte ihnen, sie müßten möglichst viele Schiffe
bemannen und eine Seeschlacht versuchen. Er verspreche sich davon für
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diesen Krieg einen Erfolg, der das Wagniß lohne. Auch
Hermokrates vornehmlih ctrat diesem Rathe bei und meinte, sie dürften sich
nicht fürchten, mit den Schiffen etwas gegen die Athener zu
unternehmen, denn auch diese, sagte er, hätten ihre Erfahrung zur See
nicht von ihren Vätern überkommen und besäßen sie nicht von jeher,
vielmehr seien sie gegen die Syrakusaner eher Festlandsbewohner zu
nennen und nur von den Medern gezwungen worden, Seeleute zu
werden. So kühnen Männern, wie die Athener seien, müßten gleichkühne
am furchtbarsten erscheinen. Denn wie jene, ohne jedes Mal an
Macht überlegen zu sein, Andere oft nur durch die Kühnheit ihres
Angriffs in Furcht setzten, so könnten ja auch sie ihren Gegnern die
gleiche Kühnheit bieten, und er sei überzeugt, sagte er, wenn die
Shrakusaner es wagen würden, ganz wider Erwarten der Athenischen
Flotte den Kampf anzubieten, so würden sie eher in Folge des
Schreckens der Athener den Sieg davontragen, als diese mit ihrer
überlegenen Uebung die geringere Geschicklichkeit der Syrakusaner in
Nachtheil bringen könnten. Drum sollten sie nur drauflosgehen und
ein Seegefecht versuchen und nicht lange zaudern. Und so rüsteten
sich denn die Syrakusaner, auf Anrathen des GylippoS und
HermokrateS und auch wohl Anderer, zu einer Seeschlacht und bemannten
ihre Schiffe. s